RAUS wird Pflicht

RAUS wird Pflicht

Bei der ersten Vorstandssitzung des Vereins Heumilch Schweiz wurden zukunftsweisende Entscheidungen in Bezug auf das Tierwohl getroffen.

RAUS wird Pflicht

RAUS bedeutet «Regelmässiger Auslauf im Freien» und ist ein Tierhaltungsprogramm des Bundes. Bisher wäre gemäss Heumilchregulativ bezüglich RAUS eine Übergangsfrist von 5 Jahren gewährt worden. Mit der Übergangsfrist wollten die Verantwortlichen den Wunsch der kleineren Bergbetriebe entsprechen, welche mit den RAUS-Bedingungen Probleme anmeldeten. Von Seite Schweizer Tierschutz wurde die lange Übergangsfrist bemängelt. Die Argumente des Schweizer Tierschutzes haben den Vorstand vom Verein Heumilch überzeugt. Dieser hat nun entschieden, dass diese strengen Vorschriften für das Tierwohl per sofort für Heumilchproduzenten vorgeschrieben sind. Laut Statistik vom Bundesamt für Landwirtschaft werden in der Schweiz bereits 81 Prozent der Kühe nach den Vorgaben von RAUS gehalten. Um aber besondere Härtefalle nicht auszuschliessen, erhalten in Ausnahmefällen Milchproduzenten auf begründeten Antrag bis zum 31.12.2017 Zeit, dass sie diesen Standard erfüllen können. Den Anträgen wird nur entsprochen, wenn die räumlichen Voraussetzungen tatsächlich vorhanden sind und die RAUS-Bedingungen spätestens bis 01.01.2018 vollumfänglich erfüllt werden.

Soja bleibt erlaubt

Die Forderung nach einem Fütterungsverbot für Soja findet der Vorstand nicht zielführend. Bereits heute stammen 94 Prozent der Schweizer Sojaimporte aus verantwortungsvoller Produktion. Auch wäre es möglich, in der Schweiz diesen wertvollen und für Tiere gut verträglichen Eiweisslieferanten anzubauen.

Das Heumilchregulativ lässt einen Kraftfutteranteil von nur maximal 10 Prozent zu. Der Kraftfutteranteil bei Heumilch ist damit prozentual gleich angesetzt, wie bei Milchprodukten des Bio Suisse Knospe Standards.

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